antike Darstellung der Punkte eines Meridians
Ohr-Akupunktur
Akupunktur beruht auf der mehr als 3000 Jahre alten Erkenntnis, dass die Anregung bestimmter Körperpunkte beim Menschen spezifische Reaktionen hervorruft. Die Traditionelle Chinesische Medizin hat dies über Jahrtausende erforscht und dokumentiert. Die Lehre beschreibt etwa 900 solcher Punkte in denen sich der gesamte Körper mit seinen Organen auf Leitbahnen (Meridianen) abbildet. Im konkreten Fall muss man also nicht mit Nadeln an den Magen um ihn zu behandeln, sondern es gibt mehrere Punkte am ganzen Körper, die den Magen gezielt ansprechen, so beispielsweise am Ohr oder an den Beinen.
Material für Moxibustion
Je nach Erfordernis greift die TCM auf unterschiedliche Wege der Stimulation zurück.
Die klassische Methode sieht den Einsatz von sehr feinen Nadeln vor, deren Einstich
oftmals kaum wahrgenommen wird und in der Regel keinerlei Blutung verursacht.
Bei empfindlicheren Personen und Kindern bzw. bei Patienten/innen mit veränderter Blutgerinnung
kann ich die Punkte statt dessen mit einem Laserstrahl von 10 Millivolt anregen.
Weiterhin kann man die Guasha-Methode anwenden wo mit speziell geformten Instrumenten (in der Regel aus dem Material Horn) behandelt wird. Alternativ steht auch das Schröpfen zu Gebot. Letztere Form der Hautreizung durch erwärmte Hohlkörper, die eine Saugwirkung durch Unterdruck erzeugen, ist seit Jahrhunderten ebenfalls in unseren Breiten bekannt.
Über die mechanische Stimulation hinaus hat sich auch der Einsatz von gezielter Wärme bewährt. Die Hitzeeinwirkung geschieht traditionell durch Anzünden einer Art Kohle oder Wolle, die aus der Beifuss-Pflanze gewonnen wird. Dies wird von Fachleuten als Moxibustion bezeichnet. Schließlich kann ich bei Bedarf auch mit Elektrostimulation behandeln. Dabei wird ein (natürlich sehr geringes) Spannungsfeld zwischen zwei Körperpunkten angelegt. Hier dienen entweder Akupunkturnadeln oder alternativ auch klebende Kontaktkissen auf der Haut als Elektroden.
Fazit: wer sich also ungern "stechen" lässt, braucht nicht auf eine Akupunktur-Behandlung zu verzichten.